Pressestimmen

Unten stehend finden Sie Auszüge aus aktuellen Kritiken einzelner Konzerte der Klassischen Philharmonie Bonn

 

„Beweglichkeit, Transparenz, feine Nuancen und reinste Intonation“

In Schuberts 5. Sinfonie B-Dur, 1816 mit 19 Jahren geschrieben, scheint ein magischer glücklicher Moment der Musikgeschichte eingefangen. Jugendliche Unbekümmertheit und höchste Reife lassen dieses Werk gleichberechtigt zwischen Mozart, Haydn und Mendelssohn stehen. […] Schubert gewinnt aus einer sparsamen kleinen Besetzung einen zauberhaften Reichtum des Klangs. Beweglichkeit, Transparenz, feine Nuancen und reinste Intonation machen die Interpretation der Bonner Klassischen Philharmonie zu solch einem Glücksmoment.
Wiesbadener Kurier, 10. März 2017

„Spritzig, federnd und mit feinem Gespür“

Die „Kleine Nachtmusik“ ist fast ebenso bekannt wie die Mozartkugel. Was es ihm im klassischen Konzertbetrieb nicht unbedingt einfacher macht: Die medial hergestellte Unentrinnbarkeit erzeugt Gleichgültigkeit. Ein Werk, das als Fahrstuhlmusik missbraucht wird, perlt an uns ab. Umso höher ist es Heribert Beissel und seiner Klassischen Philharmonie Bonn anzurechnen, dass sie im Maritim Mozarts berühmteste Serenade auf eine Weise hörbar machen, die den Abnutzungseffekt abstellt: spritzig, federnd und mit so feinem Gespür für die geniale Einfachheit dieser Musik, dass nie der Eindruck von Simplizität entsteht.
General-Anzeiger, 21. Februar 2017

„Ebenso pointiert wie präzise“

Begonnen hatte das Konzert mit der Sinfonie in A-Dur von Luigi Boccherini. Geistreich und adrett brezelte man den Kopfsatz auf, mit eleganter Zurückhaltung nahm man das Menuett, kammermusikalisch transparent das mit einem Dialog von Bläsern und Streichern beginnende Andante. Diesbezüglich kann man sich stets auf Beissel und die Klassische Philharmonie Bonn verlassen: Ihre Klassiker spielen sie ebenso pointiert wie präzise.
General-Anzeiger, 24 Januar 2017

„Kultivierter, feiner Klangkörper“

Sehr jung wirkt das Bonner Orchester. Sein in Würden ergrauter, verdienstvoller Leiter hat es zu einem kultivierten, feinen Klangkörper geformt, der in relativ kleiner Besetzung nach Art eines Kammerorchesters dem Originalklang der „Wiener Klassik“ beweglich und lebendig nachspürt. Wie gut die Streicher aufeinander eingespielt sind, zeigen sie in der „Kleinen Nachtmusik“, Mozarts Serenade Nr. 13 G-Dur. Schlank, ohne Ballast hebt das berühmte erste Thema an. Man hört es entgegen seiner Abgedroschenheit frisch, wie neu.
Wiesbadener Kurier, 10. März 2017

„Mit starken Violinen und tänzerisch“

Einen ganz anderen Charakter als die heiteren Kompositionen von Vivaldi und Haydn hatte nach der Pause Nielsens Suite op. 1. Dramatisch in seinem dynamischen Aufbau und mit hervorragenden Bratschen im Mittelteil erklang der erste Satz, mit starken Violinen und tänzerisch folgte das Intermezzo, und die Celli überzeugten in den Kantilenen des Schlusssatzes.
General-Anzeiger, 6. Dezember 2016

„Holzbläser leuchteten als Farbtupfer“

Das Finale des Festkonzerts war der Sinfonie Nr. 3 in F-Dur op. 90 von Johannes Brahms gewidmet. Im Kopfsatz gab Heribert Beissel den Ton drängend an, die Streicher blühten im Andante besonders auf. Holzbläser leuchteten vor allem im Finalsatz als Farbtupfer hervor. Der Satz beginnt piano, steigerte sich energisch, um dann den Bogen wieder zum ruhigen Beginn zu schlagen. Herzlicher Beifall. 
Bonner Rundschau, 18. März 2017

„Hübsch und eindrucksvoll zugleich“

Danach gehörte das Podium wieder ganz dem Orchester. Das nach der Pause mit einigen Stücken von Christoph Willibald Gluck Akzente setzte. Der „Reigen seliger Geister“ wirkte dabei, unter dem dunklen Nachthimmel, ganz besonders stimmungsvoll. Der „Furientanz“ dagegen lebte von straff entwickelten Kontrasten, lautmalerisch in Szene gesetzten Effekten und einem gewissen theatralischen Impetus, es klang hübsch und eindrucksvoll zugleich. Joseph Haydns „Oxford-Sinfonie“ Nr. 92 G-Dur präsentierte am Samstag das, was Haydn ihr mitgegeben hat: gereifte Meisterschaft, unauffällig verpackt. Die Klassische Philharmonie führte sie genauso unaufdringlich vor, durchhörbar, elegant, ebenmäßig, ganz im klassischen Stil – ein schöner Haydn und damit auch ein schöner Abschluss der diesjährigen Konzertreihe im Poppelsdorfer Schloss. 
Bonner Rundschau, 23.8.2016

„Musikantisch frisch zupackende Art“

„Wiener Klassik“ mit Heribert Beissel und der Klassischen Philharmonie Bonn Heribert Beissel eröffnete den Abend mit [Joseph Haydns] Sinfonie Nr. 88 in G-Dur. Unter der geschmeidigen und plastisch ausformenden Zeichengebung Beissels erhielt das zu den besten Schöpfungen des „Urvaters“ der Sinfonie entstandene Werk lockere, delikate Kontur. Wunderschön in ariosem Ton die sieben Variationen des Largo, in bäurisch frischer Art das Menuett, die Ecksätze geprägt von munterer, elanvoller Stimmungsdichte – auch die Zugabe am Ende des Konzerts, der Finalsatz von Haydns letzter Londoner Sinfonie Nr. 104 („Salomon“), lebte von dieser musikantisch frisch zupackender Art.
Wiesbadener Kurier, 04.03.2016

„Fesselnde Kontur“

Das jüngste Konzert der Reihe „Wiener Klassik“ beschloss Dirigent Heribert Beissel mit dem bestens disponierten Orchester der Klassischen Philharmonie Bonn mit Mozarts „Prager Sinfonie“ in D-Dur (KV 504). Ihm gelang eine feinsinnige, diffizil ausgeleuchtete und von starker innerer Bewegung bestimmte Interpretation – die ernste, oft von Schwermut geprägte biografische Tiefendimension des Werks erfuhr fesselnde Kontur, deren Eindruck sich im herzlichen Beifall der Zuhörer im sehr gut beleuchteten Saal niederschlug.
Wiesbadener Kurier, 29.01.2016

„Gewohnt souverän“

Tatsächlich ist die Streichersinfonie Nr. 10, die Mendelssohn bereits als Jungteenager schrieb, dem Ideal der klassischen Tonsetzung verpflichtet […]. Die Aufführung durch die Klassische Philharmonie Bonn in der Glocke geriet unter der umsichtigen Stabführung von Heribert Beissel gewohnt souverän. Scharf konturierte Phrasierung sowohl in der langsamen Einleitung als auch im zupackend angegangenem Allegro machten die harmonische Raffinessen samt kühner Chromatik und synkopischer Effekte transparent. 
Weser-Kurier Bremen, 18.01.2016

„Unendlich fähige Leitung“

Zweifelsohne hat sich das Orchester unter der unendlich fähigen Leitung von Heribert Beissel, die oft an verneigendes Understatement erinnert, seinen festen Platz in den Herzen des Karlsruher Publikums erspielt. Doch wenn hörbar werden darf, was als Konzept einer so werktreuen wie originären Interpretation sonst so oft nur gewünschte Theorie bleibt, verwundert der pralle Schlussapplaus kaum.
Badische Neueste Nachrichten, 15.01.2016

„Geradezu berauschend“

Wie schön und geradezu berauschend dieser Weltschmerz klingen kann, das zeigte die in sinfonischer Großbesetzung angetretene Klassische Philharmonie mit großartiger Eindringlichkeit. Das Schicksalsthema zu Beginn [von Tschaikowskys fünfter Sinfonie] mit den in extrem tiefer Lage spielenden Klarinetten etwa war genauso wie das kantable Hornsolo im zweiten Satz ausgesprochen subtil auf den Punkt gebracht. Darüber hinaus setzte Beissel hier auf einen weichen, ausgewogenen Orchesterklang mit präzise dosierten Klangfarben und ließ eher große dynamische wie spannungsmäßige Bögen als kleinteilig abgezirkelte Phrasen spielen. Ein rundum stimmiger Auftakt des Konzertes.
General-Anzeiger Bonn, 4.1.2016

„Wie es besser kaum sein kann“

Die Klassische Philharmonie Bonn stimmt besinnlich Die Klassische Philharmonie Bonn […] bildet […] den Abschluss mit Joseph Haydns Sinfonie Nr. 30, der „Alleluja-Sinfonie“. Nicht nur die Stimmgruppen, auch das gesamte Orchester spielen so einheitlich, wie es besser kaum sein kann. Weil es aber ein Weihnachtskonzert ist, entlässt es die Zuhörer mit besinnlichen Tönen und einem herzergreifenden „Air“ von Bach.
Badische Neueste Nachrichten, 3.12.2015

„Souverän, wie eine ihrer leichtesten Übungen“

Wieder unter sich, begeistert die Philharmonie Bonn noch mit Mozarts Linzer Sinfonie; nun auch mit Trompeten und Pauken, die festliche Akzente setzen. Souverän, wie eine ihrer leichtesten Übungen, bieten Beissel und sein Orchester Mozarts Meisterwerk klangvoll und mitreißend dar.
Neue Westfälische, 6.11.2015

„Die Klassische Philharmonie in ihrem Element“

Den Schlusspunkt setzte Schuberts 5. Symphonie in B-Dur, D485, geschrieben im Geiste von Mozarts Sinfonie g-moll KV 550. Die kammermusikalische Besetzung gibt dem Stück einen insgesamt heiter-anmutigen Charakter, der vor allem im Finale zur Wirkung kommt. Bei Schubert war die Klassische Philharmonie in ihrem Element: Sie erfreute mit einem äußerst einfühlsamen Vortrag und bestach unter der stets umsichtigen Leitung Beissels durch feinsten Sinn für klassische musikalische Proportionen. Begeisterter Beifall.
General-Anzeiger Bonn, 27.7.2015