WIENER KLASSIK Hamburg

Sonntag, 23. April 2017, Hamburg

7. Konzert · Beginn: 11:00 Uhr · Einführung: 10:15 Uhr
von Weber · Bruch · Brahms
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Carl Maria von Weber

Ouvertüre zu „Oberon“

Carl Maria von Weber hatte mit seinem „Freischütz“ internationalen Erfolg. Seine „Euryanthe“ und „Oberon“ kamen allerdings nicht so schnell ins Repertoire der Opernhäuser. Die Ouvertüre zu „Oberon“ dagegen war schnell der Liebling des Konzertpublikums. Sie erzählt vieles von der nachfolgenden Handlung. Für sich gestellt ist sie ein virtuoses Orchesterwerk, das auch ohne Opernbühne seinen glänzenden Weg gemacht hat.

Max Bruch

Violinkonzert Nr. 1 g-Moll op. 26
Violine: Ervis Gega 

Das Werk mit dem schönsten Adagio der Violinliteratur ist unsterblich. Es zeigt eine leichte Erfindungsweise und Sinn für volkstümliche Wirkung. Tiefe Innerlichkeit veredelt den 2. Satz. Futter für die Virtuosen enthält der 3. Satz in Fülle und entscheidet so den Erfolg dieses Konzertes.

Johannes Brahms

Symphonie Nr. 3 F-Dur op. 90

Im Zenit seines Schaffens, sein Ruhm als Komponist ist unantastbar, entschloss er sich zur Komposition einer weiteren Symphonie. Ein stolzes Thema mit Ecken und Kanten beherrscht den 1. Satz. Lieblich ist der Charakter des Seitenthemas. Der 2. Satz zeigt ein schlichtes anrührendes Grundthema. Abweichend von den Gewohnheiten der meisten Komponisten, den 3. Satz als Gegensatz zum 2. zu betrachten, lässt Brahms ihn melancholisch enden. Aus einer eigenen Welt mit Schmerz lässt Brahms den 4. Satz zart ausklingen.

Sonntag, 24. September 2017, Hamburg

1. Konzert · Beginn: 16:00 Uhr · aus tech. Gründen keine Einführung
Telemann · Mozart · Vivaldi · Haydn
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Georg Philipp Telemann

Orchestersuite C-Dur TWV 55:C 3 („Hamburger Ebbe und Flut“)

Dem Zeitgeschmack huldigend lässt Telemann die griechische Mythologie hochleben. Der verliebte Neptun sieht den spielenden Najaden zu, der scherzende Tritonus weckt die schlafende Thetis. „Ebbe und Flut“ sind ein Werk des stürmenden Aeolus. Der Flut folgt die Ebbe mit dem „angenehmen“ Zephir.

Wolfgang Amadeus Mozart

Oboenkonzert C-Dur KV 285d
Oboe: Juri Schmahl

In Originalgestalt ein Werk für Oboe und Orchester. Dann nahmen es die Flötisten für sich, allerdings in D-Dur. Neulich erschien es als Cellokonzert. Da sind wir nicht so empfindlich, weil Mozart nichts für Violoncello-Solo hinterlassen hat. 

Antonio Vivaldi

Concerto grosso F-Dur op. 3 Nr. 7

Antonio Vivaldi straft auch bei diesem Werk die Leute, die sagen, dass er ein Werk 100 Mal mit kleinen Unterschieden geschrieben habe. Sein Einfallsreichtum und die Meisterschaft der Verwandlung und die Beherrschung der Streichinstrumente machen auch dieses Werk spannend.

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 73 D-Dur („La chasse“)

Den Namen „La chasse“ verdankt die Sinfonie ihrem Schluss-Satz. Hier lässt Haydn die Jagdhörner die Jagd beginnen. Die 3 vorausgehenden Sätze verbreiten pastorale Stimmung und musikalische Anmut, die das ganze Bild des 2. Satzes beherrscht.

Sonntag, 15. Oktober 2017, Hamburg

2. Konzert · Beginn: 11:00 Uhr · Einführung: 10:15 Uhr
Brahms · Beethoven
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Johannes Brahms

Klavierkonzert Nr. 1 d-Moll op. 15
Klavier: Ekaterina Litvintseva

Brahms spürte, wie er selbst zugab, bei dem Gedanken eine Sinfonie zu komponieren, den „Riesen Beethoven hinter sich marschieren“. Sein erster Versuch, der großartiges sinfonisches Material zeigte, schenkte uns ein Konzert von nie gehörter Symbiose von Klavier und dem sinfonisch auftrumpfenden Orchester. Berühmt wurde sofort der 2. Satz, als ausdrucksreiches Stimmungsbild angelegt, gefolgt von einem schwungvollen Finale.

Ludwig van Beethoven

Symphonie Nr. 6 F-Dur op. 68 („Pastorale“)

Beethoven war ein kompromissloser Verfechter der „absoluten Musik“. In seiner beim Publikum hochgelobten 6. Sinfonie, der „Pastorale“, wurde er zum ersten Mal seiner Maxime untreu. Mit seinen Satzüberschriften leitet er den Hörer in die Landpartie, an die lauschige Stelle eines Bachufers, lässt die Paare tanzen, vor dem Gewitter fliehen und mit einem Hirtengesang den Ausflug beenden.

Sonntag, 17. Dezember 2017, Hamburg

3. Konzert · Beginn: 11:00 Uhr · Einführung: 10:15 Uhr
Festliches Weihnachtskonzert
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Festliches Weihnachtskonzert

Trompete: Markus Czieharz

Immer noch beeindruckt von der großen Akzeptanz unseres letzten weihnachtlichen Konzertes bei unserem Publikum, wollen wir auch dieses gestalten. Wir wollen nicht nur laut sein, wir möchten unser Publikum mit Werken erreichen, die zum Begriff „Weihnacht“ gehören. Unsere Komponisten aller Stilrichtungen haben Wunderbares geschaffen. Es braucht seine Zeit, ein Programm endgültig zusammenzustellen. In der Auswahl stehen Tommaso Albinoni, Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, Wolfgang Amadeus Mozart, Franz Schubert, Camille Saint-Saëns, Gabriel Fauré, Claude Debussy, Max Reger, etc.

Sonntag, 21. Januar 2018, Hamburg

4. Konzert · Beginn: 11:00 Uhr · Einführung: 10:15 Uhr
Rossini · Grieg · Mozart
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Gioachino Rossini

Ouvertüre zu „Der Barbier von Sevilla“

Braucht man gute Laune: Rossini hören! Seine Ouvertüre zum „Barbier“ hat Witz, Orchestervirtuosität und Melodien zum Mitpfeifen.

Edvard Grieg

Klavierkonzert a-Moll op. 16
Klavier: Tamari Okroashvili

Das Klavierkonzert von Grieg hat 3 wunderbare Sätze. Der 1. zeigt kraftstrotzende Momente und Gesanglichkeit im 2. Thema, verarbeitet alles miteinander und zeigt als Jugendwerk schon großes formales Können. Ins „Reich der Träume“ versetzt, erfährt der Zuhörer wunderbare Melodien und schwärmerische Streicherepisoden. Sehr nordisch geprägt ist der 3. Satz, der in der Mitte ein Juwel lyrischer Innigkeit bereithält.

Wolfgang Amadeus Mozart

Sinfonie Nr. 41 C-Dur KV 551 („Jupiter-Sinfonie“) 

Im sinfonischen Schaffen Mozarts ist sie in den melodischen Einfällen der ersten 3 Sätze voller Schönheit. Der 4. Satz ist ein Meisterwerk kompositorischen Könnens hinsichtlich Polyphonie und Satztechnik.

 

Sonntag, 18. Februar 2018, Hamburg

5. Konzert · Beginn: 11:00 Uhr · Einführung: 10:15 Uhr
Mozart · Mendelssohn · Haydn
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Wolfgang Amadeus Mozart

Sinfonie Nr. 30 D-Dur KV 202

Im Gegensatz zur großen Jupitersinfonie ist die kleine D-Dur ein Leichtgewicht. Was sie auszeichnet ist Frische, meisterliche Schreibweise und Kürze. Sie eignet sich hervorragend als „Ouvertüre“ zu Mendelssohns Klavierkonzert.

Felix Mendelssohn

Klavierkonzert Nr. 1 g-Moll op. 25
Klavier: Preisträger der International Telekom Beethoven Competition Bonn

Wer Mendelssohns Klavierkonzert spielen will, braucht schnelle Finger. Sein Konzert in g-Moll op. 25 ist geprägt von hoher Virtuosität. Der Zuhörer merkt bald, dass es dem Komponisten um mehr ging als diese oft vordergründige Spielweise. Das Konzert weist eine Menge schöner musikalischer Gedanken vor, nicht nur im 2. Satz. Mendelssohn, selbst ein erfahrener Pianist, sucht den sinnvollen Kontakt zum begleitenden Orchester auch als Komponist.

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 102 B-Dur

Haydn nimmt vieles vorweg, was Beethoven später berühmt gemacht hat. Nach einer spannenden Einleitung wird mit einem dreinfahrenden Thema ein erster Satz geformt, der vor Virtuosität, krassen Gegensätzen und Spannung nur so strotzt. Meisterhaft gearbeitet ist der 2. Satz mit seinen weichen Koloraturen. Das Trio des Menuetts ist ein innigerBraucht man gute Laune: Rossini hören! Seine Ouvertüre zum „Barbier“ hat Witz, Orchestervirtuosität und Melodien zum Mitpfeifen.

 

Sonntag, 11. März 2018, Hamburg

6. Konzert · Beginn: 11:00 Uhr · Einführung: 10:15 Uhr
Mendelssohn · Beethoven · Reger
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Felix Mendelssohn

Ouvertüre zum „Märchen von der schönen Melusine“

Mendelssohns Streben ist das Verdeutlichen eines momentanen „romantischen“ Erlebnisses. Seine Ouvertüren haben Namen, die den Hörer leiten und lenken. Seine „Hebriden“ sind das beste Beispiel. Das „Märchen von der schönen Melusine“ ist ein traumhaft schönes Stück illustrierender Musik. Hier zeigt Mendelssohn seine Erfahrung mit den Mitteln eines romantischen Orchesters.Die düstere Einleitung zeichnet die Qual der Unterdrückung der Niederlande durch Alba. Wilder Aufruhr führt zum Sieg. Das Schluss-Allegro feiert die gewonnene Freiheit.

Ludwig van Beethoven

Violinkonzert D-Dur op. 61
Violine: Ziyu He (Preisträger des Internationalen Mozartwettbewerb der Universität Mozarteum, Salzburg)

Beethovens Violinkonzert ist bei fast allen Musikern ein nie zu bezwingender Berg. Es bietet nicht die Virtuosität eines Paganini, Lalo oder Tschaikowsky. Von den gefürchteten gebrochenen Oktaven des Anfangs an sind die Läufe von einer absoluten und auch vom musikalischen Laien durchaus zu beurteilenden Klarheit. Musikalische Fehler sind wie Regelverstöße. Die Intonation muss makellos sein. Ein hervorragendes Instrument ist Grundvoraussetzung. Dieses Konzert ist nichts für Angsthasen.

Max Reger

Variationen und Fuge über ein Thema von Mozart op. 132

Bewahren der Tradition und Wegbereitung des Neuen ist Regers Devise, hier in einer Reminiszenz an Mozarts A-Dur-Klaviersonate. Die Fuge gilt seit jeher als Zeichen hoher Kunst.

Sonntag, 27. Mai 2018, Hamburg

7. Konzert · Beginn: 11:00 Uhr · Einführung: 10:15 Uhr
Rossini · Mozart · Ravel
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Gioachino Rossini

Ouvertüre zu „Il Signor Bruschino“

Ein typisches Beispiel der Musik für eine Operngelegenheit mit den witzigen und oft komischen Figuren. Ohne Humor kein Witz und daher ist der Eingriff in die Instrumentation mit Geigenbögen als Schlagzeug zu verzeihen. Die Rossini- Walze ist selbstverständlich auch dabei.

Wolfgang Amadeus Mozart

Klavierkonzert Nr. 23 A-Dur KV 488
Klavier: Fabian Müller

Es ist das bekannteste seiner Klavierkonzerte. Klavier und Orchester dialogisieren auf höchstem Niveau. Ein fast romantisch anmutendes Siciliano ist der 2. Satz. Wie ein Ballspiel mit sich selbst überbietenden Partnern wirkt der virtuose 3. Satz.

Maurice Ravel

Le tombeau de Couperin

Diese Komposition ist ein tönendes Denkmal für Ravels 7 gefallene Freunde im 1. Weltkrieg. Eine gewisse Objektivität erhält dieses Werk durch die Formgebung des Barockkomponisten Couperin, angelehnt an dessen Stil, mit den Mitteln seiner Zeit.

Wolfgang Amadeus Mozart

Sinfonie Nr. 40 g-Moll KV 550

Am Ende seines Lebens schuf Mozart mit seinen 3 großen Sinfonien die vollendetsten Beispiele klassischer Musik. Zwischen der strahlenden Sinfonie in Es-Dur und der stolzen „Jupiter“-Sinfonie wirkt die schwermütige Sinfonie in g-Moll rätselhaft. Es ist wetterleuchtet gefährlich. Der Geist des Aufruhrs ist unüberhörbar.